Der Museumsblog – Past, Present and Future

Wir arbeiten bereits seit einigen Monaten an einem neuen Content- und Facelift unseres Museumblog und nehmen Klaus Ecks Aufruf zur Blogparade zum Thema Content-Marketing und Corporate Blogs als Anstoß über unseren Prozess zu berichten. #cmcb15

Darf‘s ein bisschen Statistik sein?

Der Museumsblog des Universalmuseums Joanneum startete im Februar 2012 vorerst mit dem Grundgedanken, über den Blog an Geschichten und Texte aus den einzelnen Abteilungen zu gelangen, die für die klassische Pressearbeit relevant sein könnten. 2012 und 2013 wurden jeweils rund 85 Artikel veröffentlicht, 2014 waren es knapp 150 Beiträge. Die durchschnittliche Leserschaft hat sich von 2013 auf 2014 verdoppelt, aber unsere Leser/innen sind mit nur rund 100 Kommentaren noch sehr zurückhaltend.

2014 stechen besonders die Beiträge zur Kunsthausdebatte heraus, welche im Vergleich dreimal so viele Views sammelten wie andere Artikel. Besonders die Protestnoten über die potenzielle Ausgliederung des Kunsthauses Graz aus dem Universalmuseum Joanneum mit knapp 3.300 Views erlangten weltweite Aufmerksamkeit in der Künstlerwelt und den Medien.

Mittlerweile hat sich der Blog auch intern und in der Geschäftsführung als wichtiges Instrument etabliert und wird nun vermehrt als Kommunikationskanal mit unseren (Museums-)Besucher/innen verstanden. Manche Artikel finden zusätzlich ihren Weg in die Pressearbeit, wie anfangs geplant, doch der Fokus hat sich eindeutig auf die Besucher/innen-Interessen verlagert. 2015 gibt es daher erstmals ein Budget für den Museumsblog und somit finanzielle Unterstützung für die strategische Weiterentwicklung des Auftritts, und im Speziellen der Inhalte.

Besucher/in im Vordergrund

Unsere Blogbeiträge liefern in erster Linie Zusatzinformationen zu Ausstellungen, Tätigkeiten und ähnlichen relevanten Themen, die den Museums- oder Ausstellungsbesuch ergänzen. Hintergrundinformationen wie z. B. zum Aufbau der Installation von Katharina Grosse  sollen unsere Leser/innen dazu animieren, die Ausstellungen zu besuchen oder sich an Projekten wie dem BIG DRAW zu beteiligen.

Der Blog bietet unseren Kuratorinnen und Kuratoren, dem Restaurierungsteam und dem Vermittlungsteam sowie allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform, um ihre Arbeitsbereiche vorzustellen. Neben den musealen Tätigkeiten bietet der Blog auch mehr Informationen zu Ausstellungsobjekten und deren Konservierung sowie ergänzende Inhalte zu Ausstellungsthemen. Gleichzeitig beziehen wir uns auf aktuelle kulturpolitische Diskussionen wie die Solidaritätsbekundung zu „Charlie Hebdo“ an der BIX-Fassade des Kunsthauses Graz.

2012 starteten wir den ersten Versuch, unsere Besucher/innen direkt zur Interaktion einzuladen. Daraus entstanden die sogenannten Frans – Friends und Fans des Museums, welche mit der Joanneumskarte ein Jahr lang alle Ausstellungen gratis besuchen können. Durch regelmäßige Sonderveranstaltungen erhalten die Frans zusätzliche Blicke hinter die Kulissen des Museumsbetriebs. Als Gegenleistung beschreiben die Frans ihre Museumseindrücke auf ihrem Blog oder anderen Social-Media-Plattformen und sind somit wichtige Multiplikatoren und Influencers, die wir wiederum prominent auf unserem Blog präsentieren. #fran14 #fran15

FranCard Schema

Aber „viele Köchen versalzen die Suppe“, wie es heißt, oder in unserem Zusammenhang, viele Autoren resultieren in einem uneinheitlichen Schrift- und Textbild. Im nächsten Artikel zur Serie erfährst du mehr darüber, wie wir das in Zukunft ändern wollen.

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